More planning

I never ever travelled for more than three weeks, two weeks in the winter. Now I’m planning for two month. And beside of which places I want to visit I have a lot of questions in my mind:

  • What do I need for the car in winter?
  • Will the petrol stove work?
  • How much water and food rations shall I have with me in case that I get stuck in the middle of nowhere?
  • How can I keep the laptop warm, when I leave the car for some days?
  • Which equipment do I have to buy that I don’t already have?
  • When will the Samyang 12mm f/2.8 ED AS NCS fisheye arrive in the shops and how much will it cost?
  • Do I need snow chains or are the spiked tyres sufficient?
  • Should I buy a bigger light than my normal headlamp?

And last but not least:

  • How will it be to travel for a long time in winter, partly alone? Just great or will I be longing home to my own bed and my grand piano?

Well, I’ll see.

10 comments to “More planning”

  1. Sandra 2014-09-24 07:50

    I hope you’ll have a great time….! Good luck in advance!

  2. way-up-north 2014-09-24 07:58

    Thank you, Sandra

  3. Martin 2014-09-24 16:37

    Hallo Olaf,
    dies wird also ein längerer Schrieb, weil ich glaube, dass ich da einige Erfahrungen habe.
    Ich fange an mit Schneeschuhen:
    Für das Stativ: die Tripod Snow Shoes von Manfrotto (230) http://www.manfrotto.com/tripod-snow-shoes
    haben sich bei mir sehr bewährt. Kosten nicht viel. Weil die Gummiriemen schon mal reißen, habe ich mir einen 2. Satz zugelegt. Die Dinger sind super im Schnee und im Schlamm (Wattenmeer). wenn man sie nicht braucht, kann man sie einfach am Stativbein ein bisschen hochschieben.
    Für die Füße: Ich habe MSR-Schneeschuhe, ein älteres Modell mit Verlängerung (Tail), ähnlich wie diese: http://www.bergzeit.de/msr-evo-ascent-22-schneeschuhe-white/
    Bei meinem Modell fehlt noch eine Steighilfe, die die neuen Modelle alle haben. Diese Schneeschuhe sind sehr viel besser in steilem Gelände, auf Harsch und Eis und bei Hangquerungen als die traditionellen Schneeschuhe. Allerdings sind sie in Skandinavien so unbekannt wie hierzulande die Backcountry-Ski mit Stahlkanten. Schneeschuhe braucht man ja nur dort, wo es zum Skifahren zu steil ist.
    Die meisten Bergwanderungen an der norwegischen Küste habe ich ohne Schneeschuhe gemacht. Da sind gute lange Gamaschen wichtig, die einen Riemen unter dem Schuh durch haben, damit sie niemals hochrutschen, und oben zusammenziehbar sind, damit kein Schnee hineinrutscht, wenn man bis zum Hintern im Schnee steht. Solche Gamaschen sind immer (!!!) unerlässlich.

    Für das Auto: Ich habe ein Wohnmobil T5 mit 4-Rad-Antrieb und für Winterbetrieb so eingerichtet, das es bis ca. – 20° gut geht. Für so eine Reise wäre das nicht (!) ausreichend!
    In Schweden und Finnland fällt die Temperatur oft für mehrere Tage darunter. An der Norwegischen Küste ist es da leichter, weil nur selten unter – 10° ! Ich nehme einfach an, du brauchst überall ein (frostfreies) Standquartier, von dem aus Du 1- bis 3-Tagestouren machst.
    Eine Diesel-Standheizung und ein elektrischer Motorblockwärmer wären sicher hilfreich – aber notwendig? Ich weiß es nicht. Der Motorblockwärmer nützt nur was bei Stromanschluß.
    Schneeketten brauchst Du eher nicht, sondern eine Schneeschaufel. Wenn Du irgendwo parkst, und nach Neuschnee in der Nacht schiebt Dir der Schneepflug einen großen Wall vor das Auto, dann brauchst Du so eine Schaufel. Spikes sind gut. Ich brauchte noch eine kräfige Brechstange, um die dicken Schnee-Eis-Panzer aus den Radkästen zu entfernen, die irgendwann das Auto am Lenken hindern – nur bei ganz bestimmten Wetterlagen, aber auf jeder meiner Winterreisen mindestens ein mal.
    Über einen Punkt musste ich schmunzeln. “How much water and food …” Mit dem Auto stecken geblieben, dann brauchst Du ein Telefon, und auf Wanderungen alleine auch. Wenn du nicht mehr laufen kannst ist das Problem die Kälte und nicht dr Nahrungsmangel. Auch da hilft nur ein Telefon und Netz. An der Norwegischen Küste hatte ich immer Netz und in Schweden meist auch! Du solltest immer genau wissen, wo Du bist, damit Du das beim Notruf sagen kannst. Ich habe mir den Namen des Berges, Flusses, Ortes, oft auf ein kleines Zettelchen geschrieben – für alle Fälle. Ich habe keins, aber es gibt Telefone, die beim Notruf die GPS-Daten mitsenden. Das brauchst Du nicht !
    Übrigens: Hast Du Dir mal eine Wasserflasche und eine Konservendose angesehen, deren Inhalt ganz durchgefroren ist? Von frischen Kartoffeln oder Obst ganz zu schweigen. Da kommst Du schnell davon ab, größere Mengen im ungeheizten Auto mitzunehmen.

    Über meine Lieblings-Reiseziele erzähle ich Dir hier später mal.
    Gruß Martin
    der übrigens gerne mitplant, aber auf alle Fälle seine Fotoreisen alleine macht!

  4. way-up-north 2014-09-24 18:12

    Hej Martin, großen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar. Ich freue mich sehr, dass Du Dir so viel Zeit für mich nimmst.

    Gamaschen, Schneeschuhe und Skier für mich habe ich, aber der Tipp mit den Stativschneeschuhen ist super. Ich will aber ohne eine neues Stativ, Kopf und Schnellwechselplatte (Arca Swiss?) kaufen.

    Mein Auto hat Spikes und springt auch bei -27 °C problemlos an (getestet). Schon einmal ein großer Vorteil. Die Idee mit dem Brecheisen ist gut, bis jetzt hat ein Fußtritt immer ausgereicht ;-) Motorwärmer hat mein Auto und den werde ich bei Bedarf auch nutzen. Eine Schneeschaufel habe ich im Winter immer im Auto, aber bis jetzt noch nicht gebraucht.

    Mit Kälte werde ich selbst nur mäßig Probleme haben, denn Daunenparka und -hose sowie mein extradicker Daunenschlafsack kommen natürlich mit. Auf die Kameras haben damit kein Problem. Anderes Equipment vielleicht, das weiß ich teilweise noch nicht so.

    Konservendosen (die letzte habe ich gefühlt 1871 gekauft) kommen auf keinen Fall mit und meistens werde ich Schnee schmelzen können, um Nudeln oder so zu kochen. Ich will bloß einfach darauf vorbereitet sein, vielleicht auch mal ein paar Tage auf freier Strecke festzuhängen, wenn der Schneesturm doch früher kam. Telefon und GPS kommen ebenfalls mit.

    Ich freue mich schon auf Deine Lieblingsreiseziele.

  5. Martin 2014-09-25 11:30

    Hallo Olaf,
    Hier also Teil 1 über meine Fotoreiseziele auf den Lofoten:
    Meine Vorüberlegungen waren zweierlei: Zugefrohrene Seen sind als Fotomotiv von oben bzw von weitem langweilig, meist nur eine homogene weiße Fläche. Wenn ich auf einen Berg steige, um zu fotografieren, dann möchte ich ein Motiv möglichst nah gegenüber haben. Wenn die nächsten Berge oder Küsten sehr weit weg sind, dann können nur die Wolken helfen, ein schönes Landschaftsbild zu machen.
    Auf den Lofoten empfehle ich Dir vor allem 3 Bergwanderungen. Alle 3 haben den Vorteil, dass man schon relativ weit unten am Berg sehr gute Fotomöglichkeiten hat. Oben ist es auch toll, aber nicht unbedingt besser. Alle Wanderungen sind so, dass man zumindest eine Strecke auch im Dunklen gehen kann. Meine Angaben beziehen sich auf http://www.atlas.no/.

    Kleppstadheia liegt direkt an der E10 bei Kleppstad kurz vor der Gimsoystraumbrua. Dort biegt die 864 nach Norden ab. Kurz hinter dem Ferrist beginnt ein Pfad, der über einen Grad mit schöner Aussicht bis über die Baumgrenze führt. Dort verlaufen sich die Pfade. Auf dem Rückweg muss man den flachen Grad wieder finden, denn andere Abstiege sind nicht möglich. Vom Weg und von oben hat man schöne Aussichten auf Gimsystraumen und auf Gimsoya.
    Offersoykammen. Hier beginnt ein steiler aber vielbegangener Weg direkt an der E10 , von Norden kommend, kurz vor dem ausgeschilderten Parkplatz mit Toilettenhäuschen. Der schönere Weg beginnt kurz vor dem Tunneleingang. Dort gibt es eine Abfahrt nach links (Ytter-Flesa) wo man parken kann. Der Strand hier bot mir viele Motive, immer mit der Nachbarinsel im Hintergrund. Der Weg geht vom Parkplatz nach Nordwesten oberhalb des Strandes leicht ansteigend (Ein beliebter Hunde-ausführ-Weg.). Auf dem Buckel wendet man sich zurück nach Osten und steigt auf dem Grad recht flach aufwärts, mit schöner Aussicht. Dann geht es auf dem Südhang des Berges recht steil aufwärts bis zum Gipfel. Bei hohem Schnee könnte der obere Teil lavinengefährlich sein.
    Ballstad: Hier gibt es einen Hausberg direkt über dem Hafen. Bei wenig Schnee kann man ganz hinauf. Bei viel Schnee kann man ein Stück hinaufsteigen zu einem Absatz mit wunderbarer Rundsicht. Man fährt die 818 bis kurz vor das Ende. Rechts ab in Kraemervikveien. Den bis kurz vor den Damm fahren. Der Pfad geht von dort erst flach, dann steiler den Berg hinauf. Bald kommt der Aussichts-Absatz. Danach wird es steiler. Sicht über den Hafen und den Vestfjord. Bei Sonnenaufgang besonders lohnend.
    Dies waren meine 3 schönsten Wanderungen auf den Lofoten. Ich habe sie alle mindestens 3 mal gemacht. Nicht schlecht war auch die Wanderung von Morfjorden zum Morfjordskaret. Anders als in der Karte angegeben gibt es auf der Ostseite des Baches einen neueren Weg.
    Ein anderer Weg geht von Bergland bei Fredvang (986) zum Aussichtspunkt über Tal und Küste bei Yttersand.
    Reinebringen halte ich für zu gefährlich und ausgesetzt für den Winter. Warum die Norweger keinen gesicherten Weg dort hinauf bauen ist mir unerklärlich. Die Aussicht ist zurecht berühmt. Ich würde im Winter versuchen, zum Reinevatnet zu gelangen. Das müsste bei jedem Wetter gehen und die Aussicht ist auch nicht schlecht. Ich war nicht dort, habe aber Fotos davon gesehen.
    Genug für heute. Vesteralen, Troms und Berlevag kommen später.
    Gruß Martin

  6. Martin 2014-09-25 22:39

    Hier Teil 2 über den hohen Norden:
    Wenn ich die Küsten im hohen Norden mit denen der Lofoten (ein bisschen sehr pauschal) vergleiche, dann sind die Lofoten eine steile Gebirgskulisse, wie ich sie sonst nur bei den Lyngenalpen und im Westen von Senja erlebt habe. Die anderen Küsten wirken auf mich mehr durch ihre Weite.
    Das trifft ganz besonders auf meine Lieblingsorte auf den Vesteralen zu: Nyksund, der wiederbelebte, einst verlassene winzige Fischereihafen, jetzt ein kleines Kulturzentrum. Dort gibt es eigentlich nichts Besonderes. Aber die Atmosphäre ist so, dass ich da immer sehr gerne hinfahre, obwohl es sehr abgelegen ist.
    Nykvag und Hovden liegen an der Nordwestspitze von Langoya (915). Auf dem Weg dorthin kommt man an der Bucht vorbei, die mal Nykan mal Sandvikbukta heißt. Die Bucht und die Fischerorte sind dem Wetter sehr ausgesetzt und das hat zu einigen interessanten Motiven geführt. http://www.martinfranz-muenster.de/Nyksund-2012-B.htm
    Ich kann nicht garantieren, dass Du dort schöne Wolken findest, aber einen Versuch ist es vielleicht wert.
    Inseln in Troms
    Auf Senja ist Tungeneset ein sehr lohnender Aussichtspunkt auf schönen Uferfelsen. Auf mehr habe ich mich dort nicht eingelassen, obwohl die Westküste sicher noch einiges zu bieten hat.
    Die Lyngenalpen (Lyngsfjellan) sind besonders steil und wild, aber für mich zu alpin zum Laufen.
    Skjervoy ist ein abgelegenes Stadtchen auf der gleichnamigen Insel. Vom Sportplatz kann man zu einer kurzen Wanderung auf den Trollet (Lailafjellet) aufbrechen. Oben gibts einen schönen Blick auf Kågen mit seinen 1000 m hohen Bergen. Wenn man die Lofoten kennt, braucht man nicht unbedingt nach Arnoya und Laukoya. Sie sind abgelegen, wenig touristisch und fotogen, aber einen ausgesprochenen Hotspot gibt es dort nicht (meiner Meinung nach). Ich war sehr gerne da, imHerbst, Winter und Frühling.
    Wenn Du E6 Richtung Varanger-Halbinsel fahren solltest, dann beachte den Tana-Fluß nordöstlich von Karasjok. Nur massive Proteste haben in den 70er Jahren verhindert, dass dieser Strom aufgestaut wurde. So ist er jetzt noch ein lager wilder Strom. Er hat einige schöne Sandbänke, die von der E6 (und nicht von der finnischen Straße !!!) erreichbar sind. Bei Valljohka und nördlich davon gibt es fotogene Sandbänke. Meine Bilder davon haben es nicht auf meine neue Webseite geschafft. Auf dem Weg nach Berlevag gibt es noch einen lohnenden Stop. Die Stichstraße nach Høyholmen lohnt einen Abstecher auf die flachen Strandwiesen und das Watt dort.
    Berlevag ist mein Skandinavien-Sehnsuchtsort Nr. 2 (nach Nr.1 Nyksund). Vor allem die Wanderung auf den Sandfjordkammen (Sandfjordfjellet) ist ein “muss” wenn Du dort bist und es nicht zu lavinengefährlich ist. Es gibt ein kleines Häuschen am Sandfjorden. Dort ungefähr kann man starten. Erst über den Bach (z.B. auf der Straße), dann wenige Meter steil zu einem Grad vor der Bergwand. Auf dem Grad nach Westen hinter den Berg, dorthin, wo er flacher ist. Dann hinauf und auf der Hochfläche wieder nach Osten bis zum schönsten Aussichtspunkt. Ich habe bei der Wanderung 2 Fehler gemacht, die du nicht wiederholen solltest: Abends und um Mitternacht hat die Bucht kein Licht, weil sie nach Osten öffnet. Man sollte sich nicht auf der Hochfläche vom Nebel überraschen lassen, und das GPS liegt im Auto.
    Die Wanderung zum Tanahorn ist vermutlich eine schöne Skiwanderung. Der Blick von der Klippe auf den Fjord ist von der Landschaft her nicht sehr aufregend, weil das andere Ufer des Fjords 10 km weg ist. Seenebel und Wolken haben mir trotzdem zu schönen Bildern verholfen. Zu den meisten dieser Ziele gibt es Bilder auf meinen Norwegenseiten. Aber Bilder willst Du ja schließlich selber machen. Ich hoffe, dass du noch einen großen Berg weiterer Tips bekommst, und vielleicht bekommen wir dann ja Bilder von Orten zu sehen, die mir vertraut sind?!
    Viel Spaß beim weiteren planen!
    Gruß Martin

  7. way-up-north 2014-09-26 21:11

    Hallo Martin. Ich freue mich außerordentlich über Deine detaillierten und hilfreichen Kommentare. Ich werde am Wochenende mit ein bisschen mehr Ruhe ein bisschen ausführlicher darauf antworten.

  8. Jonas 2014-09-28 21:54

    Hej Olaf, maybe your are interested in my (technical view…)
    – I think your car is fixes for winter. Take care about the heat exchange water temperature level.
    – The stove will work fine. Maybe you should put some grease to the sealings (again)
    – 3 packs of dehydrated lunch will be fine
    – We talked about it some weeks ago. I think a heater mat coverd with camping mat Evazote material will work good. If you want i can talk about with my local electrical dealer and take the manufacture of it.
    – Oh, you have all you need. Or? You have battery recharger for light an camera working on your car plug?
    – I hope it will be available- it will promise some good photos.
    -Wheel chains are good for deep snow. If you want to drive roads were it is possible better take some with you!
    – In case of emergency light is nice to have but also in other situations. I love penlight with mignon (AA) batteries. To upgrade your headlamp it will be nice to have a very bright lamp (more than 600 lumen). It’s hard to find this combination, but possible. Maybe you can take a lamp with included battery to recharge in the car.

  9. way-up-north 2014-10-05 13:41

    Hallo Martin.

    Vielen Dank für die Tourentipps auf den Lofoten. Die sind Gold wert! Ich habe den Teil in ein eigenes Dokument in meinem Planungsordner kopiert. Ich vermute auch, dass der Reinebringen im Winter für meine Fähigkeiten zu gefährlich ist. Aber die anderen Touren schaue ich mir mal in Ruhe an.

    Deine Fotos von der Reise nach Nyksund gefallen mir sehr gut, da muss ich auch hin! Wenn ich wirklich die Reise Tromsø—Kirkenes mache, dann habe ich durch Dich auch einige Anregungen bekommen.

    Vielen Dank!
    /Olaf

  10. way-up-north 2014-10-05 16:38

    Hej Jonas, of course I’m interested. You have much more knowledge in things like equipment than me.

    You wrote “Take care about the heat exchange water temperature level.” That is doesn’t get too hot or too cold? (I’m not at all into cars, as you might know.) I talked with my local car repair shop and they promised to give my car a special winter check before the journey.

    It would be great, if you could build me a laptop heating system. We can talk about it when I’ll call you next time.

    I don’t have a transformer for using my chargers in the car but that shouldn’t be hard to find. I guess I’ll buy even snow chains, but I have to “train”, I never used such before.

    If you have any tipps for a bright head light or flash lamp, just let me know.

    Thanks a lot,
    /Olaf

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